Statistik

Was passiert, wenn die Temperaturen in Österreich durch den Klimawandel weiter steigen und damit die Temperaturen für die Produktion von Kunstschnee zu hoch sind oder zwei bis drei Winter lang kein Schnee fällt?Müssen bestehende Betriebe um die Existenz bangen oder hat man mit dem Mountainbiker nicht nur eine Übergangslösung, sondern den „Schnee-Tourist“ von morgen gefunden?
Der Mountainbike-Sport gewinnt sowohl als Freizeitsport der heimischen Bevölkerung als auch als touristisches Angebot zunehmend an Bedeutung.

Im Sommer 2014 gaben 4% der Österreich-Urlauber an, einen Mountainbike-Urlaub in Österreich verbracht zu haben (“haben einen Fahrrad-/ Mountainbike-Urlaub gemacht“ und „waren mindestens einmal Mountainbiken” (T-Mona Sommer 2014). Rechnet man dies auf die Zahl der Ankünfte im Sommer 2014 hoch (20,6 Mio. Ankünfte laut Statistik Austria), sind den immerhin 824.000 Mountainbike-Urlaubern mit steigender Tendenz.

Demgegenüber steht ein Angebot von derzeit rund 27.000 Kilometer öffentlich ausgewiesenem Mountainbike-Streckennetz, wobei der Großteil dieser Mountainbike-Strecken auf asphaltierten Straßen und Forststraßen liegen und Biketrails bzw. Bikeparks nur einen sehr kleinen Anteil ausmachen (z.B. stehen in Tirol 5.300 Streckenkilometern rund 170 Kilometer an Singletrails gegenüber, das sind knapp 3,5%). Die größten Mountainbike-Streckennetze liegen in den Bundesländern Tirol und Steiermark (jeweils 5.300 km), Salzburg (5.000 km) und Niederösterreich (4.500 km) gefolgt von Kärnten (2.450 km), Oberösterreich (2.210 km) und Vorarlberg (1.300 km).

Mountainbiking ist teuer. Und Mountainbiker geben pro Tag mehr aus als Wanderer oder Golfer im Durchschnitt ausgeben. Allein in der letzten Saison konnten in den Mitgliedshotels der „Mountainbike Holiday Hotels“ 14 Millionen Euro mit Mountainbike-Touristen erwirtschaftet werden.
Ähnlich wie der Wanderer benötigt auch der Mountainbiker ein einheitliches Markierungssystem der Wege, die ihm die Orientierung im Gelände erleichtern. Bis zu 6.000 Biker-Nächtigungen pro Saison in den Top-Betrieben, eine durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Bike-Gäste von 7 Tagen, die Saisonverlängerung durch Frühlings- und Herbstangebote, eine Wertschöpfung, die 30 % über dem Sommerdurchschnitt liegt, sprechen für den Fahrradfahrer.